Heidingsfeld
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Heidingsfeld |
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| Koordinaten | 49° 45′ 46″ N, 9° 56′ 25″ O | |
| Höhe | 180 m ü. NHN | |
| Fläche | 6,9 km² | |
| Einwohner | 10.195 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte | 1478 Einwohner/km² | |
| Eingemeindung | 1930 | |
| Postleitzahl | 97084 | |
| Vorwahl | 0931 | |
| Verkehrsanbindung | ||
| Bundesstraße | B19 | |
| Bundesbahn | ... | |
| Straßenbahn | 3, 5 | |
| Bus | 16, 33 | |
| Quelle: Würzburg.de | ||
Heidingsfeld ist linksmainischer Stadtteil im Süden von Würzburg mit etwa 10.200 Einwohnern.
Heidingsfeld war von 1367 bis 1929 eine eigenständige Stadt und wurde 1930 auf Wunsch der Bürger nach einer Abstimmung eingemeindet. Das ehemalige Stadtgebiet erstreckte sich vom Steinbachtal bis zum heutigen Stadtteil Heuchelhof. Die Einheimischen nennen ihren Ort im Dialekt Hätzfeld.
Die Heidingsfelder Stadtmauer ist nahezu vollständig erhalten.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Urkundlich erwähnt wurde Heidingfeld in einer Marktbeschreibung von n. Chr. Ursprünglich soll der Name von „Hedans Feld“, also Stadt des thüringischen Herzogs Hedan kommen.
1367 bekam Heidingfeld die Stadtrechte verliehen. 1565 ließen sich aus Würzburg vertriebene Juden in Heidingsfeld nieder. Heidingsfeld wurde so zu einem wichtigen religiösen Zentrum der jüdischen Gemeinde und war im frühen 18. Jahrhundert Sitz des Ober-Rabbiners von Unterfranken. Im frühen 19. Jahrhundert hatte Heidingsfeld (nach Fürth) die zweitgrößte jüdische Gemeinde im damaligen Königreich Bayern.
Gustav Adolf II. eroberte die Stadt im Dreißigjährigen Krieg - bis heute existiert in der Sage vom „Giemaul“ ein Nachhall, diese Figur hängt noch am Heidingsfelder Rathaus.
1930 wurde die Stadt nach Würzburg eingemeindet, bei der Reichskristallnacht wurde 1938 die Synagoge in Heidiingfeld zerstört. 1945 wurden 85 % des Ortes verheerend beschädigt.
[Bearbeiten] Ortsteile
[Bearbeiten] Lehmgrubensiedlung
Die Lehmgrubensiedlung ist eine Wohnsiedlung am Hang des Blosenbergs nordöstlich der Eisenbahnstrecke Würzburg-Lauda-Königshofen. Dort existiert kaum mehr Einzelhandel, es bestehen jedoch gute Verkehrsanbindungen in die Innenstadt von Würzburg.
[Bearbeiten] Entstehungsgeschichte
In den 1930er Jahren bauten die Bürger erste Siedlerhäuschen mit großem Gartengrundstück in Eigenleistung. Hierbei wurden zunächst die Häuser von allen gemeinsam erbaut und anschließend unter den zukünftigen Bewohnern verlost. So wurde sichergestellt, dass sich niemand beim Bau der Häuser übervorteilte. Die großen Gärten waren notwendig, um genug Lebensmittel anbauen zu können, da als Folge der Weltwirtschaftskrise viele Bewohner verarmt waren. 1957 war die Einweihung der kath. Pfarrkirche „Zur Heiligen Familie“ In den 1960er und 1980er Jahren folgte die Erschließung weiterer Baugebiete und seit den 1990er Jahren begannen nochmals rege Bautätigkeiten.
[Bearbeiten] Katzenberg
Der Ortsteil Katzenberg erstreckt sich westlich der Eisenbahnlinie Würzburg-Ansbach am Hang des Katzenbergs und Kirchbergs. Wie die Lehmgrubensiedlung ist der Katzenberg ein reines Wohngebiet.
[Bearbeiten] Söhne und Töchter des Ortes
- Franz Scheiner (* 13. April 1847), Verleger für Postkarten
- Emil Popp (* 1897), Reichstagstagsabgeordneter, Regierungspräsident in Chemnitz und Köslin.
- Kurt Klühspies (* 4. Februar 1952), Handball-Weltmeister von 1978
- Dirk Nowitzki (* 19. Juni 1978), weltbekannter Basketballspieler
- Carsten Lichtlein (* 4. November 1980), Handball-Nationaltorhüter, Weltmeister 2007
[Bearbeiten] Literatur
- Rainer Leng (Hrsg.): Die Geschichte der Stadt Heidingsfeld. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Schnell & Steiner, Regensburg 2005, ISBN 3-7954-1629-9
Altstadt | Dürrbachtal | Frauenland | Grombühl | Heidingsfeld | Heuchelhof | Lengfeld | Lindleinsmühle | Rottenbauer | Sanderau | Steinbachtal | Versbach | Zellerau
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 2. Mai 2008 )



